Baudenkmal Dorfkirche

 

Sie ist das älteste Bauwerk im Ort, erbaut im !6. / 17. Jahrhundert anstelle eines Vorgängerbaues. Die Außenmauern des Kirchenschiffs sind in einem unregelmäßigen Feldstein- Ziegelverband ausgeführt und verputzt. Die Fenster und Türen weisen segmentbogenartige Öffnungen auf. Ein Fenster auf der Nordseite besitzt noch die Orginalverglasung aus dem 17. / 18. Jahrhundert. Das Innere der Kirche wirkt durch seine Schlichtheit, Wände, Holzdecke und Empore sind hell getüncht, der Fußboden ist mit Backsteinen ausgelegt. Vom ehemaligen Gestühl existieren noch 6 Bankreihen, neu ist die variable Bestuhlung , die durch private Stuhlspender möglich wurde. Zu den nennenswerten Ausstattungsstücken gehören ein großer Hängeleuchter, zwei schwere Altarleuchter, eineTaufschale und ein Abendmalskelch, der mit den Insignien seines Spenders Otto Christoph v. Sparr verziert ist, sowie eine Gedenktafel der Familie Gabbe. Eine besondere Beachtung verdient der farbig gefasste Schnitzaltar mit der aufgemalten Jahreszahl 1611. Aufgrund seiner Stilmerkmale, wie Rundbögen, Kapitäler, Ornamente, Säulen und Voluten könnte er auch älter sein. Durch den Umbau zum Kanzelaltar im 18. Jahrhundert erfuhr er deutliche Veränderungen: Seine Erhöhung durch einen roh gezimmerten Unterbau und dem Verlust an figürlichen Schnitzwerk, das dem Durchbruch zur Kanzel zum Opfer fiel. Seine dringend notwendige Restaurierung ist in naher Zukunft vorgesehen.  Im westlichen Teil des Kirchenschiffs befindet sich die Orgel aus dem Jahr 1888, gebaut von der Potsdamer Firma Gesell.
Der imposante Fachwerkturm entstand im Jahr 1704 anstelle eines Vorgängers. Er besteht aus dem äußeren, sichtbaren Fachwerk, das mit verputzten Ziegeln ausgefacht ist und dem Fachwerk-Glockenturm im Inneren. In ihm befanden sich ursprünglich drei von Otto Christoph von Sparr gestiftete Glocken von unterschiedlicher Größe. 1905 zersprang die große Glocke, im gleichen Jahr erfolgte ein Umguß, den der damalige Patron von Redern veranlasste.  Die zwei kleineren gibt es nicht mehr, sie fielen während des 1. Weltkrieges der Rüstung zum Opfer.
Die Turmuhr ist eine Nachbildung der historischen aus dem Jahr 1704, deren mechanisches  Uhrwerk und Orginalzifferblatt in der Kirche zu sehen ist.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen
Nach fachmännischer Feststellung von erheblichen Bauschäden begannen 1998 umfangreiche Sanierungsarbeiten, die den Abbau und Wiederaufbau der gesamten Turmfassade, des Dachstuhls einschließlich Dachdeckung notwendig machten. Im weiteren Verlauf wurde der  Dachstuhl des Kirchenschiffs erneuert und eingedeckt, die Kirchenfenster erneuert , Außenputz und teilweise Innenputz angebracht sowie Farbanstriche ausgeführt. Nach Abschluß der Sanierungsmaßnahmen, die dank des konstruktiven Zusammenwirkens aller Beteiligten und durch die erfolgreiche Beschaffung der finanziellen Mittel realisiert werden konnten, erstrahlt die Prendener Dorfkirche wieder in altem Glanz. Die Zeiten ihres ruinösen Zustandes sind vorüber und gewiß hätte Fontane heute seine Freude daran, der im Jahr 1861 zu berichten wußte: „ . . . ich habe selten einen freudloseren Platz betreten . . . hatte ich denn Einblick in eine Kirche getan, deren gesamter Kunstschmuck ein zerbrochener  Rest eines Altarschnitzwerks . . . war.“